Bericht zur Jahrestagung 2019

Was tun im Korruptionsfall?

Die Tagung des Institutes für Korruptionsprävention IfKp e.V. fand heuer am 11. Und 12. Juli an der Hochschule Hof statt. Über 60 Antikorruptionsbeauftragte und Compliance-Officer informierten sich über das diesjährige Thema „Was tun im Korruptionsfall? Vorbereitet sein!“

Seit vielen Jahren engagiert sich das IfKp e.V. für die Korruptionsprävention. Die bisherigen Jahrestagungen waren daher auch speziell auf diesen Bereich ausgerichtet. Eine geringere Rolle spielt in der Praxis der Korruptionsprävention aber leider das Thema, wie genau man vorgehen sollte, wenn es zu einem Korruptionsfall im Unternehmen oder in der Behörde gekommen ist, bzw. wenn ein sehr starker Anfangsverdacht für eine solche Straftat vorliegt und die Staatsanwaltschaft u.U. schon mit ihren Ermittlungen begonnen hat.

Was macht man eigentlich, wenn es zu einem Korruptionsfall gekommen ist? Wie erkennt man, ob hier ein begründeter Anfangsverdacht besteht? Wie und wann setzt man sich mit den Ermittlungsbehörden in Verbindung? Wie sieht die Zusammenarbeit aus? Welche rechtlichen Konsequenzen können sich für die Dienstherren aus einem Korruptionsfall ergeben? Und welche öffentliche Reaktion ist zu erwarten, bzw. wie sieht hier eine gute Pressearbeit aus?

Regierungsdirektor Klaus Völkel setzte sich in seinem Eröffnungsvortrag mit der ganz praktischen Frage auseinander, welche Indikatoren für Korruption valide sind, und wie sie rechtlich eingeordnet werden müssen.

Franz-Josef Meuther vom Landeskriminalamt NRW ging in seinem Vortrag auf die Tätigkeit der Ermittlungsbehörden ein und zeigte an ganz praktischen Fällen, wie eine gute Zusammenarbeit der Unternehmen / Behörden mit den Ermittlungsbehörden aussehen sollte.

Adam Breuninger von der Landeshauptstadt Stuttgart machte deutlich, welche Haftungsrisiken für die betroffene Organisation bestehen, wenn sie keine genügenden Compliance-Aktivitäten vorweisen kann.

Carsten Stark stellte daraufhin der Stand der Forschung zum Thema Korruptionsprävention dar und zeigte in seinem Vortag auf, welche Instrumente der Prävention von einem Unternehmen / einer Behörde erwartet werden können, damit es zu keinem Haftungsproblem kommt.

Reiner Chwoyka (Direktor des Amtsgerichtes Hof) veranschaulichte in seinem Vortrag sehr deutlich die Vorgehensweise der Staatsanwaltschaften. Spätestens hier wurde allen Teilnehmern deutlich, wie wichtig eine präzise Vorarbeit von Seiten der Antikorruptionsbeauftragten ist, da jetzt ein „Nachrudern“ oder „Nachbessern“ nicht mehr möglich ist oder zumindest zu sehr großen rechtlichen Problemen führen kann.

Die Tagung wurde mit einem Vortrag von Giesela Rüß (Vorstand von Transparency Deutschland) abgeschlossen, die auf die öffentliche Wahrnehmung bei Korruptionsfällen einging und an aktuellen Beispielen aufzeigte, welche medialen Auswirkungen mit Korruptionsfällen verbunden sein können.

Aufgrund des starken Interesses der Teilnehmer wurden währen der Tagung Workshops zu den Themen Risikoanalyse und Schwachstellenanalyse angeboten.

Für nächstes Jahr wünschten sich die Teilnehmer Informationen zum Thema „Datensicherheit, Datenmanipulation und Korruption“. Nächsten Juli wird es daher zu diesem Thema eine Tagung des Institutes zu diesen Themen geben.

Korruptionsprävention als Führungsaufgabe

Was wissen Sie über Facetten von Korruption und Präventionsmaßnahmen ? Welche Maßnahmen sind geeignet und sinnvoll? Ein Seminar nicht nur für Führungskräfte des öffentlichen Dienstes.

Programm

  • Was meint Korruption eigentlich?
  • Welche rechtlichen Konsequenzen sind relevant?
  • Welche Grundmuster von Korruption werden unterschieden?
  • Welche Ursachen und Indikatoren von Korruption gibt es?
  • Was versteht man unter “Anfüttern” und wie kann man sich dagegen wehren?
  • Welche organisatorischen und individuellen Ansätze für Prävention gibt es?
  • Welche Rechte und Pflichten haben Führungskräfte?
  • Inwiefern ist die Schwachstellenanalyse ein Ausgangspunkt für präventive Maßnahmen?

Klicken Sie hier für Details zur Veranstaltung zu gelangen.

 

Was tun im Korruptionsfall? Vorbereitet sein!

Jahrestagung des IfKp e. V. 2019

Seit vielen Jahren engagiert sich das IfKp e.V. für die Korruptionsprävention. Die bisherigen Tagungen wurden daher auch speziell auf diesen Bereich ausgerichtet. Mit der Jahrestagung 2019 wollen wir ein weiteres wichtiges Thema bearbeiten: Was macht man eigentlich, wenn es zu einem Korruptionsfall gekommen ist? Wie erkennt man, ob hier ein begründeter Anfangsverdacht besteht? Wie und wann setzt man sich mit den Ermittlungsbehörden in Verbindung? Wie sieht die Zusammenarbeit aus? Welche rechtlichen Konsequenzen können sich für die Dienstherren aus einem Korruptionsfall ergeben? Und welche öffentliche Reaktion ist zu erwarten, bzw. wie sieht hier eine gute Pressearbeit aus?

Die Tagung richtet sich daher an Praktiker der Anti-Korruption in Kommunen und staatlichen Behörden. Ihr Ziel ist es, diese Kolleginnen und Kollegen auf etwas vorzubereiten, was möglichst selten, besser nie stattfindet: Ein Korruptionsfall in der eigenen Organisation.

Die Jahrestagung des IfKp e.V. findet am 11. und 12. Juli 2019 nach Hof an der Hochschule Hof statt. Sie sind herzlich eingeladen, an dieser Tagung teilzunehmen.

Verbindliche Anmeldung bis zum 31. Mai 2019 an das IfKp e.V.

Tagungsort: Hochschule Hof, Alfons-Goppel-Platz1, 95028 Hof).

Veranstalter: Veranstalter sind das Institut für Korruptionsprävention e.V. und die Hochschule Hof

Kosten: Wir erheben lediglich einen Kostenbeitrag von 100,- Euro. Der Kostenbeitrag beinhaltet Kaffee / Kuchen am ersten und Mittagessen am zweiten Tag, sowie die Teilnahmeunterlagen (Vortragsmanuskripte und Präsentationen).

Unterbringung: Für die Unterbringung bitten wir die Teilnehmer selbst Sorge zu tragen. Eine Liste von Hotels in der näheren Umgebung wird nach Anmeldung versendet.

Teilnahmebescheinigungen: Am Ende des zweiten Tages stellt das Institut für Korruptionsprävention e.V. Teilnahmebescheinigungen aus. Hierfür ist eine verbindliche Anmeldung im Vorfeld notwendig!

Das Institut für Korruptionsprävention e. V. freut sich auf Ihr Kommen!

Vorläufige Themen:

  1. Korruption erkennen und hinterfragen. RD Klaus Völkel, (Antikorruptionsbeauftragter der HföV Bayern, 2. Vorsitzender des IfKp e.V.)
  2. Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden. Franz- Josef. Meuther (ehem. Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen Düsseldorf)
  3. Haftungsrisiken bei ungenügenden Compliance-Aktivitäten. Adam Breuninger (Landeshauptstadt Stuttgart, Rechnungsprüfungsamt)
  4. Compliancemanagement in Ämtern und Behörden. Was sollte man tun? Prof. Dr. Carsten Stark (1. Vorsitzender des IfKp e.V.)
  5. Besonderheiten der Strafverfolgung bei Korruptionsdelikten, Reiner Chwoyka (Direktor des Amtsgerichts Hof)
  6. Korruptionsfall und öffentliche WahrnehmungGiesela Rüß (Vorstand Transparancy    International Deutschland e.V.)
  7. Workshop zur Durchführung einer Risikoanalyse.
  8. Workshop zur Durchführung von Schwachstellenanalysen.

Flyer_2019

 

Zertifizierungskurs Antikorruption

Oft werden Kolleginnen und Kollegen mit der Funktion der Anti-Korruptionsarbeit betraut, ohne hinreichend auf diese Tätigkeit vorbereitet zu sein. Auch sind allgemeine Fortbildungen in Sachen Anti-Korruption hier wenig hilfreich, da in der Regel zu unspezifisch und zu allgemein. Aus diesem Grunde hat das Institut für Korruptionsprävention e.V. in Zusammenarbeit mit fünf deutschen Städten und dem Kommunalen Bildungswerk e.V.  in Berlin eine standardisierte und praxisorientierte Weiterbildung für Anti-Korruptionsbeauftragte konzipiert.

Auf dieser Grundlage bietet nun das Kommunale Bildungswerk in Zusammenarbeit mit der Hochschule Hof einen Zertifizierungskurs “Korruptionsprävention” an.

Die Inhalte der Module sind aus einem  BMBF – Projekt zur kommunalen Korruptionsprävention hervorgegangen und eng mit den Städten Stuttgart, Dresden, Bad Homburg, Braunschweig und Hof abgestimmt.

Sie dienen der Vorbereitung und Begleitung von Beschäftigten, die mit der Aufgabe der Antikorruption betraut sind und sich entsprechend praxisorientiert fortbilden wollen.

Modul 1: Sensibilisierung der Beschäftigten in Sachen Korruption.
Modul 2: Durchführung von Risikoanalysen.
Modul 3: Prävention in besonders gefährdeten Arbeitsbereichen (Schwachstellenanalysen und Präventionsinstrumente).
Modul 4: Korruptionsprävention und Mitarbeiterführung. Rechte und Pflichten von Vorgesetzten.
Modul 5: Fallstudie Anti-Korruption

Die Module 1 bis 4 können auch einzeln gebucht werden. Sie werden durch das KBW in Berlin angeboten. Das Modul 5 setzt den Besuch der Module 1-4 voraus und beinhaltet die Prüfung zur Zertifizierung durch die Hochschule.

Der Zertifizierungskurs kann mit 10 ECTS auf den neuen Masterstudiengang “Compliance, IT und Datenschutz (LL.M) an der Hochschule Hof angerechnet werden. Weitere Informationen zum Masterstudiengang finden Sie hier.

 

Save The Date: Jahrestagung des IfKP e.V. 2019: Für Praktiker der Korruptionsbekämpfung.

Die jährliche Tagung des IfKp e.V. findet in 2019 am 11. und 12. Juli an der Hochschule Hof statt.

Auch dieses Jahr wird es interessante Vorträge und Workshops geben. Vor allen Dingen wird aber auch Zeit zum Netzwerken und für den Erfahrungsaustausch unter Praktikern sein.

Das genaue Programm wird an dieser Stelle noch bekannt gegeben. Voranmeldungen sind aber schon jetzt möglich.

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Einladung zur Jahrestagung des Institutes am 12. und 13. Juli 2018 an der HföD Bayern in Hof

Das Institut für Korruptionsprävention lädt auch dieses Jahr wieder zu einer Tagung für Praktiker und Interessierte aus der öffentlichen Verwaltung ein.

Themen der vorträge sind u.a.:

Whistle Blowing als Instrument der Korruptionsprävention? (Prof. Dr. Hartmut Schweitzer)

Integritätstests zur Korruptionsprävention im Öffentlichen Dienst  (Prof. Dr. Andreas Gourmelon)

Durchführung einer Risikoanalyse (Yannik Morbach)

Baukorruption (Kay Rothe)

Durchführung Schwachstellenanalyse (Dr. Manuela Bräuer)

Funktion und Aufgaben eines kommunalen Anti-Korruptionsbeauftragten (Uwe Dolata)

Zielgruppe sind wie immer Antikorruptionsbeauftrage und andere Beschäftigte, die im öffentlichen Dienst mit der Anti-Korruptionsarbeit betraut sind.

Neben den Vorträgen und Workshops besteht ausgiebig die Möglichkeit zum Netzwerken. Zudem kann man sich über die Arbeit des Institutes, über den neuen Zertifizierungskurs zum/r  Anti-Korruptionsbeauftragte/n und über den berufsbegleiteten Studiengang Compliance-Management  informieren.

Das genaue Programm und weitere Informationen finden Sie hier:

Tagung_Aktuelle Entwicklungen der Korruptionsprävention.

 

Verbindliche Anmeldung unter: IfKp-Anmeldung

 

Tagungsort:  Tagungsort ist die Hochschule für den Öffentlichen Dienst in Bayern, Fachbereich Allgemeine Innere Verwaltung , Wirthstraße 51 in 95028 Hof.

Kosten:  Wir erheben lediglich einen Unkostenbeitrag von 100,- Euro.         Der Kostenbeitrag beinhaltet Kaffee / Kuchen am ersten und Mittagessen am zweiten Tag, sowie die Teilnahmeunterlagen  (Vortragsmanuskripte und Präsentationen).

Unterbringung: Für die Unterbringung bitten wir die Teilnehmer selbst Sorge zu tragen. Eine Liste von Hotels in der näheren Umgebung   wird nach Anmeldung versendet.

Teilnahmebescheinigungen: Am Ende des zweiten Tages stellt das Institut für Korruptionsprävention e.V. Teilnahmebescheinigungen aus.      Hierfür ist eine verbindliche Anmeldung im Vorfeld notwendig!

Das Institut für Korruptionsprävention e. V. freut sich auf Ihr Kommen!

 

Beitrag des Bayerischen Rundfunks u.a. zur Arbeit des IfKp

Den Sumpf trockenlegen – aber wie? Korruption und ihre Bekämpfung. Unter diesem Titel wurde auf BR 2 am 16.10.2017 ein Beitrag gesendet, der sich unter anderem auch mit der Arbeit des Institutes für Korruptionsprävention e.V. befasst.

Der Beitrag kann hier heruntergeladen werden:

http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/bayern2/mp3-download-podcast-notizbuch-nah-dran.shtml#